„Das könnte mir nicht passieren!“

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„Das könnte mir nicht passieren!“ – wie schnell rutscht uns
dieser Satz über die Lippen! Wir regen uns über ein Missgeschick oder die Tat
eines anderen auf. Je nachdem in welchem Verhältnis wir zu ihm stehen, wird
entweder großzügig darüber hinweggeschaut oder aber ein schneller Richterspruch
gesprochen.

 

Wer kann sich davon
freisprechen?
In 1.Korinther 10,12 heißt es:
 
Daher,
wer zu stehen meint, sehe zu, dass er nicht falle.

 

Hier
ein paar Beispiele aus der Bibel, die uns nicht nur heilige und vorbildliche
Männer und Frauen präsentiert, sondern auch deren Schwächen und Versagen
schonungslos zeigt:
  • Noah: Der gerechte Noah predigte 120 Jahre einer
    verdorbenen Gesellschaft das Evangelium. Er und seine Familie wurden gerettet.
    – Jahre später veranstaltete er ein Trinkgelage, wo er schwer abstürzte.
  • Abraham: Er war gehorsam und bereit, auf GOTTES
    Befehl seinen einzigen Sohn für IHN zu opfern und erhielt dafür eine
    Verheißung, woraus ein ganze Nation entstanden ist. – Er wurde bei einer
    glatten Lüge ertappt, indem er seine Ehefrau als seine Schwester ausgab.
  • David: Er war jung, mutig und gottesfürchtig und
    hatte keine Angst, gegen den Riesen Goliath anzutreten, weil er auf GOTT vertraute, dass er ihm helfen würde. Und
    ER tat es.  – Als aber seine persönliche
    Lage bedrohlich wurde in Ziklag, stellte er sich wahnsinnig und spielte
    Theater, um seine Haut zu retten.
  • Elia: Er erlebte die großartige Rettung auf dem Berg
    Karmel. Er wurde Zeuge, wie GOTT Feuer vom Himmel schickte und 450
    Baalspriester ihr Leben lassen mussten. – Als er aber hörte, dass die Frau von
    Ahab, die Isebel, ihm nach dem Leben trachtete, verlor er die Nerven und floh
    in die Wüste und wollte dort sterben. Er wurde depressiv und war total
    verzweifelt.

GOTT bereitet
uns auf schwierige Situationen vor. Paulus schreibt in 1.Korinther 10, 11:

 

Alle diese Dinge aber widerfuhren
jenen als Vorbilder und sind geschrieben worden zu unserer Ermahnung (oder
Ermunterung), auf die das Ende der Zeitalter gekommen ist.

 

Schenke uns der HERR, dass wir den
Eingangssatz: „Das könnte mir nicht passieren“ aus unserem Vokabular streichen
und bedenken, dass unser eigenes Herz trügerisch und verderbt ist, siehe
Jeremia 17,9:

 

Arglistig ist das Herz, mehr als
alles, und verdorben ist es; wer mag es kennen?

 

Gut, wenn wir von den biblischen
Vorbildern lernen und eine gesunde, realistische Selbsteinschätzung haben!

 

Eckhard Lüling