Der große Umzug – mit Furcht und Zittern

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In
der Nacht vom 16. auf den 17.05.1992 fand eines der größten Umzugsprojekte der
Geschichte statt. Innerhalb von 16 Stunden wurde der Münchner Flughafen in Riem
an den neuen Standort im Erdinger Moos, dem Flughafen „Franz Josef Strauß“,
verlegt.

   

Es war eine Operation am
offenen Herzen. Denn um 22:45 Uhr hob die letzte Maschine vom alten Flughafen
ab, und wenige Stunden später landete schon die erste Maschine auf dem neuen.

 

Über zwei Jahre lang hat
ein 20-köpfiges Team um den leitenden Ingenieur Kuno Kirchner den Umzug minutiös
vorbereitet – mit Furcht und Zittern. Denn Kirchner muss den Kopf
hinhalten, falls etwas schief gehen sollte.

 

Auch wir bereiten einen
gewaltigen Umzug vor: vom Diesseits ins Jenseits, von dieser Erde in die
Ewigkeit. Paulus schreibt an die Geschwister in Philippi in Kapitel 2,12: 

 

„Verwirklicht eure Rettung (oder Heil) mit Furcht
und Zittern“.

 

Dies bedeutet nicht, dass
wir etwas zu unserer Erlösung selbst beitragen könnten. Nein, es beschreibt die
Unruhe in einem Menschen, dem bewusst ist, dass er einmal Rechenschaft für sein
Handeln ablegen muss – trotz all seiner Unzulänglichkeit. Denn wir wissen, dass
wir ohne unseren HERRN nichts tun können – siehe Joh. 15,5: „Denn außer mir
könnt ihr nichts tun“.

 

Aber
jeder von uns muss einmal seinen Kopf hinhalten für das, was er getan hat,
falls etwas schiefgegangen ist. Denn wir müssen einmal alle vor dem
Richterstuhl Christi erscheinen, um das zu empfangen, was wir in unserem
jetzigen Leben gewirkt haben, es sei gut oder böse – siehe 2. Kor. 5,10.

 

Daher sollten uns Furcht
und Zittern vor jenem Tag motivieren, IHM zu gehorchen. Dies bewahrt uns davor,
unser Leben als Jünger Jesu auf die leichte Schulter zu nehmen, und Furcht und
Zittern lenken unsere Augen auf unseren HERRN, dem Einzigen, von dem unsere
„Hilfe kommt“ – siehe Psalm 121,1.

 

Wir haben nur eine
Chance, nur ein Leben!

 

Leben wir es richtig.

 

Eckhard
Lüling