Die Ernte kommt

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Irrt euch nicht, Gott lässt
sich nicht verspotten! Denn was ein Mensch sät, das wird er auch ernten.
(Gal. 6,7)

 

Wenn wir Kartoffeln
säen, werden wir keinen Weizen ernten. Dieses Prinzip von Saat und Ernte ist
eine Gesetzmäßigkeit, die Gott bereits in die Schöpfung gelegt hat. Wir sehen
aus der Schrift, dass sich diese nicht nur auf die Landwirtschaft bezieht,
sondern prak­tisch auf allen Gebieten unseres irdischen und geistlichen Lebens
Anwendung findet. Durch unser ganzes Leben hindurch sind wir alle ständig am Säen
und Ernten, selbst wenn wir uns dessen oft gar nicht bewusst sind. Wer bspw.
negativ redet oder gar verleumdet, streut einen Samen aus, der böse Frucht
bringt, ob er dies will oder nicht. So können einzelne Menschen große Probleme
in eine Gemeinde bringen, wenn durch sie Zweifel und negative Dinge ausgestreut
werden (Hebr. 12,15). Andererseits geht ein großer Segen von denen aus, die Frieden,
Glauben und Liebe säen (Jak. 3,18).

 

Gute Saat bringt gute,
schlechte Saat bringt schlechte Ernte. Es ist für uns sehr wichtig, dass wir
dieses Prinzip kennen und beachten. Viele Menschen, auch Gläubige, stecken
nämlich in
Problemen, die nichts anderes als das Resultat ihrer eigenen, falschen Aussaat
sind. Wenn du bspw. über viele Jahre lang mehrere Schachteln Zigaretten in der
Woche rauchst, dann wirst du wahrscheinlich einen Raucherhusten entwickeln,
vielleicht sogar Lungenkrebs bekommen. Wenn du mehr Geld ausgibst, als du zur
Verfügung hast, wird es irgendwann ziemlich unangenehm für dich werden, weil
dir deine Gläubiger immer mehr auf die Pelle rücken. Solange man dabei die
Fehler an allen anderen Orten und vor allem bei Mitmenschen sucht, kann es
keine Lösung geben. Gott will uns die Augen für die richtige, geistliche
Aussaat öffnen und Er reicht uns auch den richtigen Samen dar. Wenn wir darauf
eingehen, wird auch unsere Ernte entsprechend sein. Es ist nicht Gottes Wille,
dass Unsegen, Mangel, Neid und sonst lauter negative Dinge unser Leben
begleiten und bestimmen. Jesus ist gekommen,
damit wir Leben und volles Genüge haben
(Joh.10.10).

 

In Galater 6,9 werden
wir aufgefordert: Lasst uns aber im Gutestun nicht müde
werden! Denn zur bestimmten Zeit werden wir ernten, wenn wir nicht ermatten.

 

Beachtenswert
dabei ist, dass Paulus in diesem Wort gar nicht darauf eingeht, was Gutestun
konkret bedeutet. So ist unserer Phantasie keine Grenze gesetzt. Alle Samen
der Liebe, die wir in das Leben anderer und in das Reich Gottes gesät haben,
haben das Potential zu wachsen und reiche Ernte zu bringen. Wenn der Landwirt
das Saatgut in die Erde gepflanzt hat, wartet er auf die köstliche Frucht
der Erde und hat Geduld ihretwegen, bis sie den Früh- und Spätregen empfange

(Jak.5,7). Weil er weiß, wie Gottes System funktioniert (auch wenn der Bauer
nicht an Gott glaubt, ist es immer noch Gottes System), vertraut er sein
Saatgut der Erde an und rechnet mit einer Ernte, die vervielfacht, was er
gepflanzt hat.

 

2.Kor. 9,10-11: Der aber Samen darreicht dem Sämann und Brot
zur Speise, wird eure Saat darreichen und mehren und die Früchte eurer Gerechtigkeit
wachsen lassen, und ihr werdet in allem reich gemacht zu aller Aufrichtigkeit
im Geben, die durch uns Danksagung Gott gegenüber bewirkt.

 

In
diesem Sinne allen Lesern eine schöne Zeit der Aussaat und eine gesegnete
Ernte!

 

Joe Wittrock