Und ihr, seid Menschen gleich, die auf ihren Herrn warten. (Lukas 12,36)

Ein Gärtner wohnte in einer Villa in einer zauberhaften Landschaft. Ein Besucher klingelte am Tor. Der Gärtner schloss das schwere Tor auf und führte den Besucher durch den prächtigen Garten. „Wie lange sind Sie hier?“ „Vierundzwanzig Jahre“. „Und wie oft ist Ihre Herrin in dieser Zeit hier gewesen?“ „Viermal“, antwortete der Gärtner. „Wann das letzte Mal?“ „Vor zwölf Jahren. Ich bin fast immer allein hier – sehr selten, dass ein Fremder sich hier umsieht.“ Der Besucher war verwundert und bemerkte: „Sie haben aber den Garten so wunderschön und gut gepflegt, dass Ihre Herrin morgen kommen könnte!“ „Heute, mein Herr, heute!“, war die Antwort, die den Besucher tief bewegte.

So bereit will auch JESUS uns finden, wenn ER wiederkommt. Es gibt viele Anzeichen, dass die Wegnahme der wiedergeborenen Christen nahe ist.

„Ich gehe hin, euch eine Stätte zu bereiten. Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, damit auch ihr seid, wo ich bin“ (Joh 14, 2-3).

So hat JESUS es versprochen. Fragt sich nur, sind wir auf Seine Ankunft vorbereitet? Rechnen wir mit Seiner baldigen Wiederkunft? Ist in unserem Leben alles in Ordnung? Leben wir im Licht? Sind in unserem „Lebensgarten“ die friedvollen Früchte der Gerech­tigkeit zu finden?

Damit wir nicht unvorbereitet auf diesen Tag zugehen, bereitet uns JESUS darauf vor. In einer bildhaften Rede rüttelt uns JESUS auf. ER wird unerwartet und überraschend eines Tages auftauchen. In Lukas 12 berichtet JESUS von einem Hausherrn, der zu einem Hochzeitsmahl eingeladen ist. Es könnte auch sein, dass er selber Hochzeit feiert. Auf jeden Fall zieht sich das Fest in die Länge. Die Knechte warten zu Hause, bis ihr Herr kommt und anklopft, damit sie ihm öffnen können.

„Glückselig jene Knechte, die der Herr, wenn er kommt, wachend finden wird! Wahrlich, ich sage euch: Er wird sich umgürten und sie sich zu Tisch legen lassen und wird hinzutreten und sie bedienen. Und wenn er in der zweiten Wache und wenn er in der dritten Wache kommt und findet sie so – glückselig sind jene!“ (Lk 12, 37-38).

JESUS kommt unerwartet, deshalb sollten wir auf Ihn warten! Hören wir, dass JESUS bei uns anklopft?

„Siehe, ich stehe an der Tür und klopfe an; wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, zu dem werde ich hineingehen und mit ihm essen und er mit mir“ sagt JESUS (Offb 3,20). 

Aber JESUS kommt nicht nur unerwartet, sondern auch unberechenbar. ER kann so plötzlich kommen wie ein Dieb in der Nacht. Wer von uns kann vorausberechnen, wann einer einbrechen will? Wenn die Bewohner eines Hauses den Termin des Einbruchs wüssten, so würden sie sich bestimmt vorbereiten. Auch JESUS kommt unberechenbar. Deshalb sollten wir immer mit Ihm rechnen. Wir wissen nicht, wann ER kommt, genauso wenig wie wir die Stunde kennen, in der ER uns aus dieser Welt abruft. Deshalb sollten wir jeden Tag mit Ihm rechnen, „die Lenden umgürtet und die Lampen brennend!“ (Lk 12,36)

Joe Wittrock