„Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und allem Frieden im Glauben, damit ihr überreich seid in der Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes!“ (Römer 15,13)
So leicht und angenehm das Leben auch sein kann, niemand ist immun gegen Leid, Trauer und existentielle Sorgen. Seit Jahrzehnten wird uns dies mit einer Flut an schlechten Nachrichten schmerzlich vor Augen geführt: politische Instabilität, wirtschaftliche Turbulenzen, eskalierende Gewalt, zunehmende Christenverfolgung, grausame Kriege und Bürgerkriege, gewaltige Hungersnöte, globale Seuchen, schwere Erdbeben oder extreme Wetterkapriolen. Viele Menschen leben in Angst und fragen sich: Was erwartet uns in der Zukunft?
Deshalb möchte ich zu Beginn dieses neuen Jahres unser Augenmerk auf die Worte des Apostels Paulus in Römer 15,13 richten:
„Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und allem Frieden im Glauben, damit ihr überreich seid in der Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes!“
Paulus schrieb diese Worte an die Gemeinde in Rom. Inmitten einer heidnischen Umgebung, in der die gute Nachricht von Jesus, „das Wort vom Kreuz“ (1.Kor. 1,18 ), häufig auf Spott und Ablehnung stieß, ermutigte er sie, ihren Blick auf Gott zu richten, der die Quelle aller Hoffnung ist. Wir dürfen dasselbe tun, denn erstens ist es eine Hoffnung, die von Gott selbst kommt. In Römer 15,4 (nach Hoffnung für Alle) heißt es: „Was in der Heiligen Schrift vor langer Zeit aufgeschrieben wurde, gilt uns, wir sollen daraus lernen. Es ermutigt und tröstet uns, damit wir unsere Hoffnung auf Gottes Zusagen setzen und daran festhalten.“
Hoffnung, Ermutigung, Trost und Standhaftigkeit sind nicht etwas außerhalb von uns selbst; vielmehr schenkt es Gott uns, indem Er in unseren Herzen durch Seinen Geist wohnt und all diese Dinge in unserem Inneren bewirkt.
Zweitens ist Gott auch das Ziel unserer Hoffnung. Der Prophet Jeremia bekannte inmitten schrecklicher Umstände: „Mein Anteil ist der HERR, sagt meine Seele. darum will ich auf ihn hoffen“ (Klgl. 3,24). Ähnlich der Sänger und Psalmist Asaf als Antwort auf Zweifel, die ihn befielen angesichts des Wohlergehens der Gottlosen: „Mag auch mein Leib und meine Seele vergehen – meines Herzens Fels und mein Teil ist Gott auf ewig“ (Ps. 73,26).
Solche Hoffnung ist keine vage Vertröstung „auf bessere Zeiten“, sondern eine tief verwurzelte Zuversicht, die nicht auf den Umständen beruht, sondern auf Gott selbst. Wer auf Gott vertraut, dessen Herz kann auch in schwierigen Zeiten mit Frieden erfüllt sein. Wenn es um uns herum auch noch so „stürmt“, kann es im Inneren ganz ruhig sein, weil wir uns in Gott geborgen wissen. Auch das ist das Wirken des Heiligen Geistes in uns. Eine solche Art von Hoffnung hat die Kraft, unser Leben zu verändern und befähigt uns, trotz Leid standzuhalten. Sie gibt uns Auftrieb, wenn uns die Umstände niederdrücken wollen. Und sie bleibt bestehen, wenn alle irdischen Sicherheiten wanken, weil wir in Gott fest verankert sind. Zahlreiche Christen auf der ganzen Welt erleben dies. Sie berichten davon, wie Gott ihnen mitten in Verfolgung, Krankheit oder persönlicher Not Freude und inneren Frieden schenkt und damit Seine Gegenwart konkret spürbar wird. Allein in Gott kann man wahre Hoffnung finden. Und wenn wir auf Ihn schauen, finden wir uns erfüllt von aller Freude und Frieden – heute und jeden Tag, bis in die Ewigkeit.
Joe
