Nimm mein Leben, nimm es ganz

„Nimm mein Leben, nimm es ganz, immer größer sei dein Glanz …“

Dieses Lied singe ich gerne, aber mir ist dabei nicht immer bewusst, was es bedeutet, mein Leben Jesus ganz hinzugeben.

Eine Frau aus der Bibel hat es uns vorgemacht.

Jesus war im Haus eines Pharisäers eingeladen.

„Und siehe, eine Frau in der Stadt, die eine Sünderin war; und als sie erfahren hatte, dass er in dem Haus des Pharisäers zu Tisch lag, brachte sie eine Alabasterflasche mit Salböl, trat von hinten an seine Füße heran, weinte und fing an, seine Füße mit Tränen zu benetzen und trocknete sie mit den Haaren ihres Hauptes. Sie küsste seine Füße und salbte sie mit Salböl.“ (Lk. 7,37)

Das Betreten des Hauses des Pharisäers war für sie eine große Überwindung. Sie war in der Stadt als Sünderin bekannt und musste damit rechnen, dass man über sie lästert. Aber ihr Vertrauen in Jesus war größer als ihre Furcht vor den Menschen. Sie trat von hinten an seine Füße heran.  Sie weinte. Ihre ganze Traurigkeit und Scham über ihr bisheriges Leben brachen aus ihr heraus. Sie musste es loswerden, und Jesus war der Einzige, dem sie es zeigen konnte. Mit ihren Tränen benetzte sie Jesu Füße, trocknete sie mit ihrem Haar und salbte sie mit kostbarem Salböl. Dieses Salböl war ihr größter Schatz. Sie gab ihn für Jesus. Sie küsste seine Füße. Ihre ganze Liebe zeigte sie Jesus. Sie ließ ihn wissen, dass Jesus ihr Herr und Gebieter und Gott ist und sie ihm dienen möchte.

Jesus sieht den Glauben dieser Frau. Er vergibt ihr ihre Sünden und sagt zu ihr: „Dein Glaube hat dich gerettet. Gehe hin in Frieden.“  (Lk. 7,50)

Sieht Jesus auch bei mir und dir den Glauben, der uns rettet und Frieden schenkt? Bin ich bereit, ihm mein Innerstes zu offenbaren? Kann ich über seine Liebe zu mir zu Tränen gerührt sein? Gebe ich ihm das Wertvollste, was ich habe?

Nur bei ihm finden wir Vergebung, Errettung für die Ewigkeit und vollkommenen Frieden.  

Wolfgang Heitz