Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt. Johannes 13,35

Lebt so, dass die Menschen, die euch kennen, an eurer Liebe zueinander ablesen können, dass ihr an Jesus Christus glaubt! Damit wir einander lieben können, hat Gott uns alles gegeben, was wir brauchen. Er hat uns aus Sünde und Tod gerettet, alle unsere Sünden vergeben. Er hat seinen Heiligen Geist in uns gegeben. Seine Liebe hat Er durch den Heiligen Geist in unsere Herzen ausgegossen – Römer 5,5. Er hat uns alles geschenkt, was zu einem Leben in der Gottesfurcht nötig ist – 2. Petrus 1,3. Nun sollen und können wir einander lieben und annehmen, wie Christus auch uns angenommen hat. Wir können jetzt Gott von ganzem Herzen lieben und unseren Nächsten wie uns selbst. Und doch fällt es uns manchmal schwer, unseren Bruder, unsere Schwester zu lieben, sie so anzunehmen, wie sie gerade sind. Das hat unterschiedliche Gründe.

Jesus ist anders. Er hat uns schon geliebt, als wir noch Feinde Gottes waren, was unser Handeln betrifft. Jesus aber hat uns angenommen mit all unserer Verkehrtheit und Schuld. So wie Jesus uns angenommen hat, sollen auch wir einander annehmen. Oft ist es unser Stolz, der sich dagegen aufbäumt. Das darf ich aber nicht so stehen lassen. Bei meiner Taufe hatte ich bekannt, dass ich mit Christus gekreuzigt und gestorben bin. Damit war auch der Stolz erledigt.

Ich will mir in Erinnerung rufen, was Christus für mich verlorenen Sünder getan hat. Ich will Ihn anschauen, am Kreuz hängend, in Qualen von Schmerzen und Verlassenheit von Menschen und Gott. Ich will lernen, was es bedeutet, sanftmütig und von Herzen demütig zu werden, so wie Christus es war.

Das ist nur möglich, wenn ich in Christus bin und Er in mir, wenn Christus in mir wohnt durch den Heiligen Geist. Ohne Jesus schaffen wir es nicht. Wir dürfen Ihm unser ganzes Elend bringen, unsere Armut und Unfähigkeit zu lieben. Ein zerbrochenes Herz wird Er nicht ablehnen, sondern gerne in ihm wohnen.

Nicht mehr ich, sondern Christus in mir.

So kann ich meine Geschwister lieben, wie Christus es uns vorgemacht hat.

Wolfgang Heitz